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ARTIST STATEMENT

The camera has the power to make us see the familiar as strange, and the strange as familiar.

– John Berger

Seit über 25 Jahren arbeite ich im Bereich der künstlerischen konzeptionellen Fotografie zwischen Dokumentation und Inszenierung. Ich setze mich mit Menschen, Orten und Objekten auseinander, dokumentiere und inszeniere Arbeiten im musealen oder öffentlichen Raum – immer mit Blick auf die konkreten Spuren von Nutzung, Veränderung und Geschichte. Dabei begegne ich Dingen und Situationen weitestgehend mit offener Haltung und unvoreingenommener Neugier, was es oftmals ermöglicht, Perspektiven und Details sichtbar zu machen, die sonst leicht unbeachtet blieben. Projekte wie über den Hindustan Ambassador in Indien, die Schreibmaschine im gegenwärtigen und historischen Kontext, eine Arbeit über das Leben Mahatma Gandhis sowie Projekte zur jüngeren deutschen Geschichte entstehen aus diesem Versuch heraus.​

Langzeitprojekte in Indien, Arbeiten zur jüngeren deutschen Geschichte oder zu historischen Objekten zeigen, wie unterschiedliche Wertvorstellungen, kulturelle Praktiken und historische Strukturen aufeinandertreffen. Durch das direkte Arbeiten mit Menschen, Orten und Objekten – beim Fotografieren, Modellbau oder der Inszenierung im öffentlichen Raum – entstehen Bildräume, die die Spuren von Nutzung, Veränderung und Geschichte sichtbar machen, immer mit Aufmerksamkeit für die Perspektiven der Beteiligten und die kulturellen Kontexte, in denen sie wirken.

Aus dieser konkreten Auseinandersetzung erschaffe ich Bilder, die ein Stück Welt abbilden, ohne sie dabei eindimensional erfassen zu wollen, und die die Betrachter*innen in die Reflexion der unterschiedlichen Perspektiven und Zusammenhänge einbeziehen, wie sie sich insbesondere in transkulturellen oder historischen Kontexten zeigen.

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